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Was tanken und wo laden: Kraftstoff im Mietfuhrpark


Drei Antriebsarten im Fuhrpark: Benzin, Diesel, Elektro. Was vor der Abfahrt zu klären ist und wie die Rückgabe nach Tankstand funktioniert.

9 Min. Lesezeit

Im Fuhrpark aus 23 Fahrzeugen gibt es drei verschiedene Antriebsarten, und sie unterscheiden sich nicht in der Charaktermischung, sondern in der Abfolge der Handlungen mitten auf der Route. Ein Benzinfahrzeug verlangt Aufmerksamkeit bei der Kraftstoffsorte, ein Dieselfahrzeug dabei, dass die Sorte nicht verwechselt wird, ein Elektrofahrzeug bei der vorausschauenden Planung der Stopps. Ein Fehler an dieser Stelle kostet mehr als jede andere Kleinigkeit der Miete.

Kurz gesagt. Das Auto wird mit demselben Tankstand zurückgegeben, mit dem es übernommen wurde; ein Fehlbetrag wird nach tatsächlichen Tankkosten berechnet. Die erforderliche Kraftstoffsorte steht am Tankdeckel des konkreten Fahrzeugs, nicht in den technischen Daten auf der Website – das muss man bei der Übernahme ansehen. Für das Elektrofahrzeug wird die Route um Ladestopps herum geplant, weil die Reichweite auf den Karten nicht veröffentlicht ist.

Warum die Frage nicht an der Tankstelle entsteht

An der Tankstelle ist es bereits zu spät. Die Frage „was tanken" wird in zwei Minuten bei der Fahrzeugübergabe gelöst und lässt sich gar nicht mehr lösen, wenn man diese zwei Minuten verpasst.

Der Grund liegt darin, dass eine Premium-Autovermietung nicht ein Auto in drei Farben ist, sondern ein heterogener Fuhrpark. In derselben Liste stehen aufgeladene Benzinfahrzeuge, Diesel-SUVs mit elektrischem Bordnetz-Zusatz und ein elektrischer Pick-up. Eine universelle Regel „tanke das Teuerste" gibt es nicht: Für einen Dieselmotor kann die teuerste Zapfsäule an der Tankstelle genau die sein, nach der das Auto zum Abschleppdienst gebracht wird.

Die zweite Ebene ist finanzieller Natur, und auch sie wird im Voraus geklärt. Kraftstoff ist nicht in der Miete enthalten: Das Fahrzeug wird mit einem bestimmten Stand übergeben und mit demselben zurückerwartet. Ein Fehlbetrag wird nach tatsächlichen Tankkosten berechnet, ohne Aufschlag für den Service, aber auch ohne Abrundung zugunsten des Mieters. Praktischer Schluss: Den Beleg der letzten Tankfüllung sollte man bis zur Rückgabe aufbewahren.

Die dritte Ebene sind Kosten neben dem Kraftstoff. Bußgelder, Parken, Vignetten und Mautstrecken gehen während der Mietdauer zulasten des Mieters. Das betrifft nicht direkt den Kraftstoff, steht bei der Rückgabe aber in derselben Abrechnungsspalte.

Es gibt auch eine vierte Ebene, an die man sich zuletzt erinnert – die Zeit. Das Tanken eines Benzin- oder Dieselfahrzeugs dauert an jedem Punkt der Route fünf Minuten, das Laden eines Elektrofahrzeugs ab einer halben Stunde und hängt von der Station ab. Ist die Reise eng geplant, muss man diese Stunde Unterschied nicht vom Weg, sondern von der Reise selbst abziehen: vom Mittagessen, vom Spaziergang oder vom Zeitpuffer für den Rückweg. Deshalb sollte man die Antriebsart als Parameter des Zeitplans betrachten, nicht als Zeile in den technischen Daten.

Drei Antriebsarten im Fuhrpark

Unten der gesamte Fuhrpark nach Antriebsart und Antrieb, so wie auf den Karten veröffentlicht. Das ist das Minimum, das die Logistik der Reise bestimmt: wo man anhält und wie oft.

FahrzeugAntriebsartAntrieb
BMW M2 G87BenzinHinterrad
BMW M3 CompetitionBenzinHinterrad
BMW M3 Competition (Allrad)BenzinAllrad
BMW M4 CompetitionBenzinAllrad
BMW M4 Competition G82 AkrapovičBenzinAllrad
BMW M4 Competition Cabrio G83BenzinAllrad
BMW M5 CompetitionBenzinAllrad
BMW M5 Competition ManhartBenzinAllrad
BMW M8 Competition CoupéBenzinAllrad
BMW X5 M CompetitionBenzinAllrad
Mercedes-AMG C63 CoupéBenzinHinterrad
Mercedes-AMG GT 63 SBenzinAllrad
Mercedes-AMG G63BenzinAllrad
Porsche 911 CarreraBenzinHinterrad
Porsche 911 CabrioBenzinHinterrad
Audi R8 V10BenzinHinterrad
Audi A5 CabrioBenzinAllrad
Chevrolet Corvette C8BenzinHinterrad
Mercedes-Benz S 350 d 4MATICDieselAllrad
BMW X7 xDrive40dDiesel, Bordnetz 48 VAllrad
BMW X6 xDrive 30dWiderspruch in den KartendatenAllrad
Mercedes-Benz A-Class AMG LineWiderspruch in den KartendatenFrontantrieb
Tesla CybertruckElektroAllrad

Zwei Zeilen brauchen eine Erklärung. Beim BMW X6 30d und bei der Mercedes-Benz A-Class steht in der Motorbezeichnung ein Dieselindex, im Kraftstofffeld auf der Karte dagegen Benzin. Einer der beiden Werte ist fehlerhaft, und welcher, lässt sich anhand der Website nicht feststellen. Das ist genau der Fall, in dem die Kraftstoffart bei der Buchung bestätigt und vor der ersten Tankfüllung am Tankdeckel nachgeprüft werden muss. Die vollständige Fahrzeugliste steht im Bereich des Fahrzeugparks.

Benzin: die Sorte bestimmt das Fahrzeug, nicht die Gewohnheit

Achtzehn von dreiundzwanzig Fahrzeugen im Fuhrpark sind Benziner, und fast alle Motoren in ihren Bezeichnungen tragen Anzeichen von Aufladung – TwinTurbo, Biturbo, TFSI Turbo. Die Anforderungen an den Kraftstoff legt bei solchen Motoren der Hersteller fest, und zwar individuell: die minimal zulässige und die empfohlene Oktanzahl stehen auf der Innenseite des Tankdeckels und in der Betriebsanleitung. Auf den Fuhrparkkarten werden diese Zahlen nicht veröffentlicht.

Daraus ergibt sich eine Handlungsabfolge, die ausnahmslos funktioniert. Bei der Übergabe den Tankdeckel ansehen. Merken oder fotografieren. An der Zapfsäule die Bezeichnung am Zapfhahn mit der Angabe am Tankdeckel abgleichen. Wirken die Bezeichnungen an einer bestimmten Tankstelle ungewohnt, das Personal fragen, nicht nach dem Preis wählen.

Die Logik „ich tanke mit Reserve, teurer schadet nicht" ist sicherer als die umgekehrte, aber auch sie ist nicht universell: Kraftstoff mit höherer Oktanzahl erhöht die Leistung eines auf weniger ausgelegten Motors nicht von selbst, während Kraftstoff unterhalb der Anforderung dazu führen kann, dass die Elektronik die Leistung begrenzt – genau zum Schutz des Motors.

Ein eigenes Detail für alle, die andere Märkte gewohnt sind: Die Bezeichnungen an den Zapfsäulen sehen in den verschiedenen Ländern der Region unterschiedlich aus, und die übereinstimmende Zapfhahnfarbe garantiert nichts. Sich an der Aufschrift, nicht an der Farbe zu orientieren, ist eine Regel, die bei der ersten Tankfüllung auf einer Grenzfahrt Nerven spart.

Diesel: das Hauptrisiko ist die verwechselte Zapfsäule

Diesel gibt es im Fuhrpark bei zwei Fahrzeugen, laut Karte bestätigt: Mercedes-Benz S 350 d und BMW X7 xDrive40d. Bei Letzterem ist auf der Karte zusätzlich ein 48-Volt-Bordnetz angegeben – das ist eine elektrische Erweiterung des Antriebsaggregats, nicht eine zweite Kraftstoffart: Getankt wird das Fahrzeug wie ein gewöhnlicher Diesel, einen eigenen Ladeanschluss hat es nicht.

Das praktische Risiko beim Diesel ist genau eines, dafür ein teures. Gelangt Benzin in den Tank, darf der Motor nicht gestartet werden: Solange der Kraftstoff nicht ins System gelangt ist, bleibt das Problem beim Absaugen des Tanks, nach dem Start wird es zur Reparatur. Der Handlungsablauf bei einem solchen Fehler ist einfach: Zündschlüssel nicht drehen, Startknopf nicht drücken, die Vermietung anrufen und Anweisungen abwarten. Genau dafür gibt es den 24-Stunden-Support; die Kontaktdaten stehen im Bereich der Kontaktaufnahme mit der Vermietung.

Ob bei einer langen Miete AdBlue nachgefüllt werden muss und wer das übernimmt, ist auf der Website nicht beschrieben. Für eine kurze Reise stellt sich die Frage in der Regel nicht, aber für eine mehrwöchige Miete sollte man das im Voraus klären.

Elektrofahrzeug: eine andere Logik der Stopps

Der Tesla Cybertruck ist das einzige Fahrzeug des Fuhrparks mit elektrischem Antrieb. Angegebene Höchstgeschwindigkeit 210 Kilometer pro Stunde, Beschleunigung auf hundert 4,1 Sekunden, Allradantrieb. Reichweite, Batteriekapazität und unterstützte Ladeleistung sind auf der Karte nicht angegeben, deshalb gibt es in diesem Text bewusst keine konkreten Zahlen zu den Stopps – stattdessen ein Prinzip.

Das Prinzip lautet: Für ein Elektrofahrzeug wird die Route in umgekehrter Reihenfolge geplant. Zuerst werden die Ladepunkte entlang der Strecke gewählt, dann wird der Reiseplan daran angepasst. Für Routen ab Prag innerhalb von zwei Stunden – Pilsen, Karlsbad, Brünn – ist der Unterschied zu einem gewöhnlichen Fahrzeug gering. Für eine Auslandsfahrt mit zwei bis drei Autobahnetappen muss man ernsthaft planen.

Der zweite Punkt ist das Tempo. Bei einem Elektrofahrzeug steigt der Verbrauch mit der Geschwindigkeit spürbarer als bei einem Verbrennungsmotor, und die autobahntypischen 130 Kilometer pro Stunde verkürzen die Reichweite stärker als eine Straße zweiter Klasse. Für den Cybertruck ist das umso wichtiger, als die Pick-up-Karosserie der Aerodynamik nicht hilft.

Und drittens: Die Rückgabebedingung ist für das Elektrofahrzeug auf der Website nach derselben Logik „gleicher Stand" formuliert. Wie genau der Ladefehlbetrag berechnet wird, ist auf der Website nicht beschrieben – das sollte man bei der Buchung klären.

Gesondert zur Kälte. An frostigen Tagen ist die Reichweite eines Elektrofahrzeugs kürzer als bei warmem Wetter, und die Ladegeschwindigkeit an einer kalten Batterie niedriger – das ist eine allgemeine Eigenschaft der Technik, keine Besonderheit eines konkreten Modells. Für eine Winterreise ins Riesengebirge oder zur Grenze bedeutet das einen zusätzlichen Zeitpuffer über den gewöhnlichen hinaus.

Was man nicht tun sollte

Nach der Farbe des Zapfhahns tanken. Orientierungspunkt sind die Aufschrift an der Zapfsäule und die Aufschrift am Tankdeckel.

Den Motor nach fehlerhafter Betankung starten. Bis zum Start ist es das Absaugen des Tanks, danach eine Reparatur.

Meinen, „ein Premiumfahrzeug braucht Premiumkraftstoff" löse die Frage. Für Diesel ist die teuerste Zapfsäule mit Benzin die schlechteste Wahl an der Tankstelle.

Das Fahrzeug mit niedrigerem Stand als bei der Übergabe zurückgeben. Der Fehlbetrag wird nach tatsächlichen Tankkosten neu berechnet, und das fällt stärker ins Gewicht, als es in der Reisekostenaufstellung scheint.

Eine elektrische Reise nach der im Navigationsgerät angezeigten Fahrzeit planen. Die Ladestoppzeit fließt in solche Berechnungen nicht ein.

Sich auf das Feld „Kraftstoff" in der Karte verlassen, wenn in der Motorbezeichnung ein anderer Index steht. Zwei solche Widersprüche gibt es im Fuhrpark bereits; die Prüfung am Tankdeckel dauert zehn Sekunden.

Häufige Fragen

Mit welchem Kraftstoffstand muss das Fahrzeug zurückgegeben werden?

Mit demselben, mit dem es übergeben wurde. Einen Fehlbetrag berechnet die Vermietung nach tatsächlichen Tankkosten. Kraftstoff ist in keinem der drei Pakete im Mietpreis enthalten, deshalb geht das Tanken vollständig zulasten des Mieters. Den Beleg der letzten Tankfüllung sollte man bis zur Rückgabe aufbewahren – das ist die einfachste Art, bei der Fahrzeugübernahme Fragen zu vermeiden.

Wo sieht man, welchen Kraftstoff ein konkretes Fahrzeug braucht?

An der Innenseite des Tankdeckels und in der Betriebsanleitung im Fahrzeug. Auf den Fuhrparkkarten werden die erforderliche Sorte und Oktanzahl nicht veröffentlicht, deshalb muss man das bei der Übergabe prüfen. Ist eine Grenzfahrt geplant, lohnt es sich, die Aufschrift gleich zu fotografieren: Die Bezeichnungen an den Zapfsäulen sehen in den Ländern der Region unterschiedlich aus.

Was tun, wenn der falsche Kraftstoff getankt wurde?

Den Motor nicht starten. Solange der Kraftstoff nicht ins System gelangt ist, beschränkt sich die Angelegenheit auf das Absaugen des Tanks; nach dem Start sind die Folgen ernster und teurer. Man muss die Vermietung anrufen, die Situation schildern und Anweisungen abwarten – der 24-Stunden-Support ist in den Mietbedingungen vorgesehen. Den Tank selbst absaugen oder mit richtigem Kraftstoff „verdünnen" sollte man nicht.

Wie viele Dieselfahrzeuge gibt es im Fuhrpark?

Nach den Karten bestätigt zwei: Mercedes-Benz S 350 d 4MATIC und BMW X7 xDrive40d. Bei zwei weiteren Fahrzeugen sind die Kartendaten widersprüchlich – in der Motorbezeichnung ein Dieselindex, im Kraftstofffeld Benzin. Für diese zwei muss die Kraftstoffart bei der Buchung bestätigt und unbedingt vor der ersten Tankfüllung am Tankdeckel nachgeprüft werden.

Muss beim BMW X7 mit dem 48-Volt-Bordnetz etwas aufgeladen werden?

Nein. Das auf der Karte angegebene 48-Volt-Netz ist eine elektrische Erweiterung des Antriebsaggregats, keine gesonderte Antriebsquelle mit externer Ladung. Das Fahrzeug wird wie ein gewöhnlicher Diesel betankt, einen Anschluss zur Ladestation hat es nicht. Vom Fahrer verlangt diese Komponente keine zusätzlichen Handlungen.

Wie plant man eine Reise mit dem Elektrofahrzeug?

In umgekehrter Reihenfolge zu einer gewöhnlichen: zuerst die Ladestopps entlang der Route, dann der Zeitplan. Reichweite und Ladeleistung sind auf der Karte nicht veröffentlicht, deshalb sollte man die Zahlen bei der Buchung erfragen. Bedenken Sie zusätzlich, dass ein hohes Autobahntempo die Reichweite stärker verkürzt als ruhiges Fahren auf einer Straße zweiter Klasse.

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